Hormon-Check-up
& Diagnostik

Ein normaler Laborbefund bedeutet nicht, dass alles in Ordnung ist.

Ärztin bespricht Hormondiagnostik mit einer Patientin anhand digitaler Befunde – der Hormon-Check-up im Menopause Zentrum bildet die Grundlage jeder individualisierten Therapieentscheidung.
„Meine Hausärztin hat mir gesagt, die Werte sind normal. Hier hat mir jemand erklärt, was die Werte bedeuten und warum ich mich trotzdem nicht normal fühle.”

Patientin, 46 Jahre — Perimenopause

Warum spezialisierte Diagnostik?

Viele Frauen kommen zu uns mit bereits vorliegenden Befunden — und der Frage, warum normale Laborwerte ihre Beschwerden nicht erklären.

Ein normaler Laborbefund bedeutet nicht, dass alles in Ordnung ist. Hormonelle Veränderungen verlaufen individuell, dynamisch und oft phasenabhängig — Standardwerte bilden diese Komplexität häufig nicht ausreichend ab. Der Hormon-Check-up schafft eine differenzierte, medizinisch belastbare Grundlage: für eine fundierte Therapieentscheidung, für gezielte Prävention, für Klarheit.

Ärztin im Gespräch mit einer Patientin im Menopause Zentrum

Diagnostische Parameter
Was wir untersuchen

Je nach individueller Situation, Beschwerdebild und Zyklussituation analysieren wir gezielt. Nicht jeder Parameter ist für jede Frau gleich relevant — die Auswahl erfolgt nach klinischer Einordnung.

Estradiol (E2) Zentrales Östrogen; zyklisch stark schwankend, phasenabhängig zu interpretieren.
Progesteron Gelbkörperhormon; Indikator für Ovulationsqualität, Schlaf- und Stimmungsregulator.
FSH & LH Hypophysenhormone zur Einordnung der hormonellen Phase (Prä-, Peri-, Postmenopause).
Schilddrüse (TSH, fT3, fT4) Häufig gleichzeitig betroffen; Symptomüberlappung mit der Menopause erheblich.
Vitamin D Cofaktor für Knochen, Immunsystem, Stimmung; Mangel in Deutschland sehr häufig.
Ferritin & Eisen In der Perimenopause durch stärkere Blutungen relevant; Einfluss auf Energie und Haare.
Vitamin B12 Neurotropher Cofaktor; bei Erschöpfung, Brain Fog und Stimmungsveränderungen relevant.
Metabolische Marker Insulin, HbA1c, Nüchternglukose, Lipidprofil — bei Gewichtszunahme und Stoffwechsel.
DHEA-S Nebennierenhormon; Vorläufer der Sexualhormone, bei Erschöpfung und Libidoverlust.
Cortisol Bei starker Stressbelastung und Dysregulation der HPA-Achse.

Ablauf — Schritt für Schritt

Beim Erstkontakt stimmen wir den optimalen Abnahmezeitpunkt mit Ihnen ab — bei Frauen mit Restzyklus idealerweise in der frühen Follikelphase (Zyklustag 2–5). Vorab erhalten Sie einen strukturierten Anamnesebogen, der uns die individuelle Laborauswahl ermöglicht.

Alle relevanten Parameter werden in einer einzigen Blutentnahme morgens nüchtern abgenommen. Weitere Termine für die Diagnostik sind in der Regel nicht nötig. Ergebnisse liegen meist innerhalb von 2–5 Werktagen vor.

Im ausführlichen Gespräch besprechen wir Ihre Befunde im klinischen Kontext — nicht nur als Zahlen, sondern als medizinische Einordnung: In welcher Phase befinden Sie sich? Welche Werte erklären Ihre Beschwerden? Welche Therapieoptionen ergeben sich?

Anamnese-Unterlagen PDF · vorab ausfüllen und zum Termin mitbringen
Frau im hellen Blazer im Menopause Zentrum – persönliche, transparente Beratung zu Kosten, Abrechnung und privatärztlichen Selbstzahlerleistungen.

Kosten & Abrechnung

Der Hormon-Check-up ist eine privatärztliche Selbstzahlerleistung. Die Abrechnung erfolgt transparent nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ).

Die genauen Laborkosten richten sich nach den individuell ausgewählten Parametern und werden vorab offen kommuniziert — keine versteckten Posten, keine Überraschungen.

LeistungAbrechnung
Erstgespräch & AuswertungPauschale nach GOÄ
Laboranalysenach aktuellem Laborpreis, vorab transparent ausgewiesen
Folgekontrollen & Verlaufslabornach individuellem Bedarf, ebenfalls nach GOÄ

Gesetzliche Krankenkassen erstatten in der Regel nur einen Bruchteil der Parameter — eine vollständige Übernahme ist nicht zu erwarten.

Klinische Fragestellungen
Was der Check-up beantwortet

  • Laborwerte allein reichen nicht — wir kombinieren Befunde mit Klinik und Anamnese für eine fundierte Einordnung.

  • Progesteron, Östrogen, Schilddrüse und Cortisol können alle beteiligt sein — wir differenzieren.

  • Insulinresistenz, Hormonstatus und Schilddrüse werden gezielt mituntersucht.

  • Auf Basis des vollständigen Befundbildes geben wir eine klare individuelle Empfehlung.

  • Knochendichte, kardiovaskuläre Marker und metabolische Parameter werden präventiv mitgedacht.

  • Vitamin D, Ferritin und B12 werden systematisch miterfasst.

Nicht sicher, ob der Check-up das Richtige ist?

Hormonelle Phasen die wir behandeln

Prämenopause

Die früheste Phase hormoneller Veränderungen beginnt oft unbemerkt – bereits ab Mitte 30. Erste Zyklusunregelmäßigkeiten, Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen können Anzeichen sein.

Mehr zur Prämenopause

Hormonspiegel testen lassen – wann und für wen?

Der Hormon-Check-up für Frauen in Frankfurt und München ist die strukturierte Standortbestimmung für Frauen zwischen 40 und 60, die wissen möchten, ob der richtige Zeitpunkt für eine Menopause-Behandlung gekommen ist. Anders als ein reiner Hormontest deuten wir Estradiol, FSH, Progesteron und SHBG immer im Kontext Ihrer Symptome, Zyklusanamnese und Lebensphase – denn ein Laborwert allein ist keine Diagnose.

Sie erhalten mehr als einen Bluttest: eine ausführliche ärztliche Anamnese, validierte Symptom-Scores (MRS, Greene) und eine klare Empfehlung zu Hormontherapie, bioidentischen Hormonen oder hormonfreien Alternativen — nach den Leitlinien von DMG und NAMS.

Standorte & Zeitpunkt

Hormon-Check-up in Frankfurt und München. Wann ist der richtige Zeitpunkt?

Der ideale Zeitpunkt ist dann gegeben, wenn erste Wechseljahressymptome auftreten — Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen, Zyklusveränderungen oder unerklärliche Erschöpfung. Bei Restzyklus empfehlen wir die Blutentnahme zwischen Zyklustag 2 und 5.

In der Peri- und Postmenopause ist der Zeitpunkt flexibler — wichtiger als der Tag ist die qualitative Einordnung durch eine spezialisierte Menopause-Expertin. Wir arbeiten nach den Leitlinien von DMG und NAMS.

Häufige Fragen zum Hormon-Check-up.

Bei Frauen mit Restzyklus idealerweise Zyklustag 2–5 (frühe Follikelphase) für Östrogen und FSH, sowie Zyklustag 19–21 für Progesteron. Bei unregelmäßigem Zyklus oder Postmenopause ist der Zeitpunkt flexibler — wir stimmen das individuell ab.

Ja — für metabolische Marker (Insulin, Blutzucker, Lipide) ist eine Nüchternblutentnahme (mind. 10–12 h) erforderlich. Da wir häufig den vollständigen Check durchführen, empfehlen wir generell, nüchtern zu kommen.

Ein Ausgangs-Check-up schafft die Basis. Verlaufskontrollen nach 3, 6 und 12 Monaten sind empfehlenswert — besonders bei laufender Hormontherapie oder nach ersten Maßnahmen.

„Normal" ist ein statistischer Referenzbereich — kein individueller Optimalbereich. Wir beurteilen den Befund im Kontext Ihrer Symptome, Ihres Alters und Ihrer Phase, nicht isoliert.

Das Auswertungsgespräch ist problemlos per Videosprechstunde möglich. Nur die Blutentnahme selbst muss in einem unserer Zentren erfolgen.

Die Diagnostik wird als privatärztliche Selbstzahlerleistung nach GOÄ abgerechnet. Gesetzliche Kassen erstatten in der Regel nur einen Bruchteil der Parameter.