Gewichtszunahme in der Menopause betrifft die meisten Frauen — oft unerwartet und trotz unveränderten Lebensstils. Die Kilos steigen am Bauch, bewährte Diäten und Sport wirken plötzlich nicht mehr. Das ist kein Kontrollverlust, sondern eine biologische Reaktion auf den sinkenden Östrogenspiegel: Der Körper verlagert die Fettspeicherung zum viszeralen Bauchfett, gleichzeitig entwickelt sich häufig eine Insulinresistenz.
Der Östrogenmangel beeinflusst Grundumsatz, Muskelmasse und die Regulation von Appetit und Sättigung. Statt wiederholter Kalorienreduktion setzen wir auf eine Stoffwechseldiagnostik, die über Standardlabore hinausgeht: Insulinresistenz, Schilddrüse, Vitamin D, Ferritin und Hormonstatus als Basis für eine gezielte Therapie.
Die Hormontherapie kann die Insulinsensitivität verbessern, viszerales Fett reduzieren und den Grundumsatz stabilisieren. Für Patientinnen mit deutlicher Gewichtszunahme bieten wir eine GLP-1-Therapie als Teil eines umfassenden medizinischen Konzepts — diese Arzneimittel wirken über Gehirnmechanismen auf Appetit und Sättigung und reduzieren die Insulinresistenz, unter ärztlicher Begleitung.
Neben der pharmakologischen Behandlung legen wir Wert auf ganzheitliche Ursachenklärung: Schilddrüse, Eisen-, Vitamin-D- und Magnesiumstatus, aktueller Hormonstatus. Unser Ziel ist nicht die schnelle Zahl auf der Waage, sondern die Wiederherstellung eines gesunden Stoffwechsels.